Nazis aus dem Breiten Weg verjagt

Es ist Dienstagabend, der 31.5.2011, ca.20:45 Uhr. Einige AntifaschistInnen bemerken zwei schwarz gekleidete Personen im Breiten Weg. Die beiden Männer steckten Flyer in Briefkästen, welche schnell als Propaganda des neonazistischen ABO (Aktionsbündnis Ostfriesland) zu identifizieren waren. Lautstark wurden die beiden Neonazis dazu aufgefordert, sich mit ihrer menschenverachtenden Propaganda zu verpissen. Anstatt das Weite zu suchen, kamen die Beiden auf den JuZ-Hof, und drohten den Anwesenden Gewalt an. Wenige Momente später eskalierte die Situation. Nach antifaschistischer Gegenwehr mussten die beiden Faschisten in ein Taxi fliehen.

Das dreiste Auftreten des ABO‘s ist ein Beweis für die Notwendigkeit antifaschistischen Engagements. Insbesondere weil Politik und Gesellschaft die Augen in Bezug auf die neonazistischen Tendenzen im Raum Ostfriesland verschließen, werden wir weiterhin den Nazis entgegentreten.

AAA – Antifaschistische Aktion Aurich


5 Antworten auf „Nazis aus dem Breiten Weg verjagt“


  1. 1 ich! 05. Juni 2011 um 11:41 Uhr

    Schön, dass ihr das nun auch endlich!!! mal einseht, ich habe das schon vor nem Jahr gesagt, aber da wurde das ja als „Kleinkram“ und Nichtig abgewehrt…Lieber in Bremen und sonst wo „Gegen Nazis“ brüllen, als im eigenen Örtchen sich zu verteidigen..ganz ganz cool.

  2. 2 nureindeutscher 06. Juni 2011 um 14:01 Uhr

    Ist das Euer Ernst? Menschen wie Du und ich verteilen Flyer und Ihr reagiert so aggressiv? Warum billigt Ihr uns Aurichern nicht die Fähigkeit zu, dass wir uns selber ein Bild machen können? Und wenn Ihr von menschenverachtender Propaganda spricht, sagt das nur aus, dass Ihr Euch weder inhaltlich, noch positionell mit jenen Menschen auseinander gesetzt habt. Redet Ihr nur von Toleranz, oder praktiziert Ihr diese auch?

  3. 3 Administrator 06. Juni 2011 um 15:31 Uhr

    Die Toleranz darf und kann die Intoleranz nicht tolerieren.

    Wenn man durch offensives Auftreten verhindern kann, dass Neonazis sich in den Straßen breitmachen, und näher kommen, zum rückschritllichsten und menschenverachtensten Gedanken der Welt, nämlich der der Volksgemeinschaft, dann ist dies vollkommen richtig.

    Wehret den Anfängen!

  4. 4 jh 09. Juni 2011 um 18:31 Uhr

    „Und wenn Ihr von menschenverachtender Propaganda spricht, sagt das nur aus, dass Ihr Euch weder inhaltlich, noch positionell mit jenen Menschen auseinander gesetzt habt.“

    „menschenverachtende propaganda“ ist im kontext mit dem flyer gesehen vermutlich falsch, konkrete hetze wurde nicht betrieben, halt gängiger antifa-jargon. dennoch: bei dem flyer handelte es sich um den kläglich gescheiterten versuch vermeintlicher kapitalismuskritik. zins und zinseszins wurden angeprangert, sprich: kleine elemente des kapitalismus wurden in der betonung hervorgehoben und als – fälschlicherweise – charakteristisch für den kapitalismus genannt.
    problem: kapitalismus-symptome führen häufig zu denkmustern, die davon ausgehen – insbesondere bei jenen, die im kapitalismus durch zinsen verdienen, bzw. davon profitieren –, dass bestimmte personengruppen für „übel und leid“, in diesem falle: des deutschen volkes (nationalistische k.-kritik blendet missstände anderer häufig völlig aus und behandelt diese idR nur grobflächig)verantwortlich sind. diese verkürzte kapitalismuskritk lässt mensch/kraut glauben, dass der kapitalismus ohne zinsen/zinseszins etc. kein kapitalismus mehr wäre – und das ist nunmal völliger bullshit, bei gelegenheit mach ich mich mal ans werk, diese peinlichkeit des ABO’s (deren texte teils nicht einmal selbst verfasst sind..) inhaltlich und tatsächlich kapitalismuskritisch zu durchleuchten um anschließend eine entsprechende gegenposition zu formulieren.

  5. 5 The Beast 15. Juni 2011 um 12:02 Uhr

    Die Kapitalismuskritik und die „Aufklärung“ über Pädophilie, die das ABO in letzter Zeit betreibt, entpuppt sich dem aufmerksamen Beobachter schnell als bloße Bauenfängerei.

    Wenn man deren Homepage ein wenig durchforstet, findet man schnell Texte, die ein nationalsozialistisches Deutschland fordern. Das ABO gewähren lassen und ihnen aufgrund eines falschen Verständnisse von Meinungsfreiheit und Toleranz Raum für ihre Propaganda zu gewähren, würde diesen beiden Ideen letztlich nur zuwiderlaufen.

    Und egal, ob sie sich Aktionsbündnis Ostfriesland, Autonome Nationalisten oder sonstwie nennen. Sie sind nichts weiter als Nazis und damit eine Gefahr für diese Gesellschaft, die erst langsam beginnt, sich von den Jahrzehntelangen Nachwehen der NS-Zeit in Deutschland zu erhören.

    „Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber den Intoleranten!“

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